Veranstaltungen


Mehr Männer in die Soziale Arbeit!? Kontroversen, Konflikte, Konkurrenzen


gFFZ-Arbeitskonferenz für Hochschulen in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Geschlechterverhältnisse in der Sozialen Arbeit“ des Fachbereichtages Soziale Arbeit (FBTS) und dem Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt am Main am Freitag, 24.06.2011, in der Fachhochschule Frankfurt am Main

Folgende Vortragstexte können Sie hier abrufen:

Dr. Jürgen Budde, Universität Halle; Maika Böhm, Dipl. Sozialpädagogin, Lehrbeauftragte HAW Hamburg:
„Ich finde, es gehört einfach dazu, anderen zu helfen“. Soziale Arbeit als attraktiver Beruf für männliche Jugendliche?!
Zu den Folien

Prof. Dr. Jan Wulf-Schnabel:
Entwicklungen und Ursachen des rückläufigen Männeranteils in der Sozialen Arbeit
Zu den Folien

Prof. Dr- Kim-Patrick Sabla
Qualifiziert qua Geschlecht? Geschlechter- und professionstheoretische Überlegungen.
Zu den Folien

Dr. Susann Fegter
Von anwesenden Frauen und abwesenden Männern. Zur Forderung nach ‚Mehr Männern‘ im Mediendiskurs um ‚Jungen als Modernisierungsverlierer‘
Zu den Folien

Prof. Dr. Petra Ganß
Männer auf dem Weg in das Berufsfeld „Soziale Arbeit“ – Wege nach oben? Die Konstruktion von „Männlichkeit“ als Ressource der intraberuflichen Geschlechtersegregation
Zu den Folien

Prof. Dr. Michael May
Hegemoniale Männlichkeit und Soziale Arbeit. Eine herrschafts- und differenzanalytische Betrachtung der Forderung nach mehr Männer in die Soziale Arbeit
Zu den Folien

Prof. Dr. Angelika Henschel, Dipl. Soz.Arb./Soz.Päd. Andreas Eylert
Mehr Männer in die Kitas – was bedeutet das für die Frauen?
Zu den Folien
 
Prof. Dr. Roland Bader, Prof. Dr. Gerd Litges, Marcus Müller, Mirjam Sandfort, Melina Roussos, Katharina Müller, Sandy Winters u.a.
Wenn Supernanny `n Kerl wäre…
Zu den Folien

Prof. Gabriella Schmid und lic. phil. Ursula Graf, Fachhochschule St.Gallen, Schweiz
Männliche Sozialarbeiter und Sozialpädagogen als Potenzial für eine geschlechtergerechte(re) Praxis der Sozialen Arbeit?
Zu den Folien

Plakat der Tagung
Programm der Tagung
Abstracts der Beiträge


Eine Publikation als Aufsatzband ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich im Sommer 2012 erscheinen!

Text zur Tagung:
Soziale Arbeit war und ist ein Beruf, in dem deutlich mehr Frauen als Männer tätig sind. Dieser Umstand wird seit einiger Zeit verstärkt als Problem diskutiert. Vor allem die Diagnose der „männlichen Modernisierungsverlierer“ hat die Forderung nach mehr Männern im Erziehungs- und Bildungswesen zu einer gewissen Selbstverständlichkeit gemacht.
Kampagnen zur Förderung von Jungen in sozialen Berufen erhalten von höchster politischer Ebene Unterstützung. Gleichzeitig finden gegenläufige Entwicklungen statt: Mit dem Wegfall der Wehrpflicht und des Zivildienstes entfällt ein wichtiger Rekrutierungsort für männlichen Nachwuchs in der Sozialen Arbeit. Zudem rückten mit den Missbrauchsskandalen in Schulen und Kirchen, die im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt haben, männliche Pädagogen in ein zweifelhaftes Licht.
Während Männerförderung für den Beruf der Sozialen Arbeit einerseits viel Zustimmung findet, wirft sie doch andererseits eine Reihe von offenen Fragen auf, die bislang wenig thematisiert werden.
• Warum haben die Programme zur Erhöhung des Anteils männlicher Professioneller derzeit Konjunktur? Welche Interessen stehen dahinter?
• Warum sollen mehr Männer in die Soziale Arbeit? Welche Erwartungen an Männer – und an Frauen – verbergen sich darin?
• Was bedeutet die Männerförderung für die Frauen in Studium und Beruf der Sozialen Arbeit? Wie verändern sich geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen? Welche neuen Geschlechterkonkurrenzen können auch entstehen?
Die Arbeitskonferenz will Raum geben, die aktuelle Konjunktur der Männerförderung in der Sozialen Arbeit kritisch zu reflektieren, Tabus, Widersprüche und Konfliktmomente zu erkennen und berufs- und fachpolitische Positionen zu entwickeln.

Prof. Dr. Lotte Rose
Prof. Dr. Bettina Bretländer
Prof. Dr. Gudrun Maierhof
Prof. Dr. Ulrike Schmauch